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Patienten mit psychosomatischen Störungen, die aufgrund von Verleugnungen oder anderen Abwehrprozessen keine bewußt erlebten psychischen Probleme haben, bilden eine schwierige Klientel für ein psychoanalytisches Interview — erst recht für eine psychoanalytisch orientierte Behandlung. Die Herzinfarkt-Patienten machen hier gewiß keine Ausnahme. Dazu kommt, daß unsere Patienten in der Mehrzahl noch stationär waren, sich überwiegend in der Frührehabilitation nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung, d. h. in realer Abhängigkeit von einer apparativ orientierten Medizin befanden. Die weitestgehende bewußte Motivation zum Gespräch mit einem Analytiker, die bei diesen Patienten zu erwarten war, war ein neugieriges Interesse an möglichen seelischen Zusammenhängen ihrer Infarkterkrankung. Ein Leidensdruck auf der Grundlage überwiegend psychisch erlebter Probleme war nicht zu erwarten, allenfalls konnte mit Schwierigkeiten bei der Verarbeitung des Infarktgeschehens gerechnet werden.
Diesen schwierigen Ausgangsbedingungen steht entgegen, daß allgemein und auch in der organisch ausgerichteten Medizin das Bewußtsein dafür zu wachsen beginnt, daß ein Teil der sogenannten Risikofaktoren — Streß, Übergewicht, mangelnde Bewegung, exzessives Rauchen — letztlich Fehlverhaltensweisen sind (Schettler, 1977), also im Zusammenhang