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Dieses schmale Erinnerungsbuch des 1891 geborenen Autors, in dem ein fast sechzig Jahre zurückliegender, für Kardiners persönliche und berufliche Entwicklung bedeutsamer »Höhepunkt« (S. 12) retrospektiv geschildert wird, könnte man als anregende Bettlektüre lesen, würden darin nicht beiläufig ein paar Äußerungen Freuds erwähnt, die nicht nur für dessen Selbstverständnis, sondern ebenso für das der Psychoanalyse als Wissenschaft konstitutiv sind.
Gegenüber dem eher pragmatischen Psychoanalyse-Verständnis Kardiners — er will aus der Analyse bei Freud vor allem etwas für seine eigene spätere Praxis lernen (S. 23) — betont Freud in einem Gespräch mit seinem damaligen Analysanden sein gleichsam unpraktisches Verhältnis zur Psychoanalyse: »… offengestanden interessiere ich mich nicht sehr für therapeutische Probleme … bin ich die ganze Zeit viel zu sehr mit theoretischen Problemen beschäftigt, … anstatt auf die therapeutischen Probleme zu achten« (S. 81).