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Der Band enthält Vorträge und Diskussionsbeiträge der 11. Europäischen Konferenz über psychosomatische Forschung in Heidelberg 1976 und gibt einen umfassenden Überblick über den Stand der psychodynamisch orientierten psychosomatischen Medizin der Gegenwart. Neben soziologischen, psychologischen und biologischen Ansätzen steht das Alexithymie-Konzept im Mittelpunkt. Von P. E. Sifneos und J. C. Nemiah verteidigt, wird es von mehreren
Seiten kritisch relativiert: J. Cremerius (Freiburg) hält es nicht für »krankheitsspezifisch«, sondern führt es teils auf Artefakte bei der Untersuchung, teils auf schicht-spezifische Persönlichkeitseigenschaften zurück. H. H. Wolff (London) sieht bei psychosomatisch Kranken in der oft beschriebenen Unfähigkeit, Gefühle zu empfinden und in Sprache auszudrücken, ein Resultat der die westliche Welt beherrschenden Erziehungsnormen, während G. J. Taylor (Toronto) und M. Jackson (London) sie für eine Abwehr einer tief unbewußten, mit primitiven Affekten besetzten Objektbeziehungsstörung halten.
Die empirische Forschung nimmt einen breiten Raum ein: mit Hilfe qualitativer Inhaltsanalyse (L. A. Gottschalk), mit psychologischen Testinstrumenten und mit statistischen Verfahren wird versucht, ein einheitliches »psychosomatisches Phänomen« gegenüber den Persönlichkeitsmerkmalen neurotischer Patienten abzugrenzen (M. von Rad, G. Overbeck u. a.). Ein Gegengewicht dazu stellen die Überlegungen K. Bredes dar, die im Verhalten psychosomatisch Kranker vor allem gesellschaftlich vermittelte Phänomene sieht, während H. Stierlin (Heidelberg) den Akzent auf den familiendynamischen Aspekt legt. Für Psychoanalytiker interessant sind die Untersuchungen R. Gaddinis (Rom), die besagen, daß dem psychosomatisch Kranken als Kind kein Übergangsobjekt zur Verfügung stand, was die Fähigkeit zur Symbolbildung erheblich behindert.
In der Therapie spielen neben Gruppenmethoden und supportiven Maßnahmen nicht-verbale Verfahren (H. Becker, Heidelberg) eine große Rolle. Sie e