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Übersicht: Bateson ist bei uns vor allem durch seinen Beitrag zu dem Sammelband Schizophrenie und Familie bekannt geworden. Außer auf dem Feld der Psychotherapie hat er auch auf dem Gebiet der Erkenntnistheorie, Biologie, Ethnologie und Anthropologie gearbeitet und publiziert. — Bei der Bestandsaufnahme seiner spezifischen Erfahrungen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen insistiert der Autor auf der grundlegenden Einheit aller Beobachtungsphänomene. Er akzentuiert die Analogie zwischen biologischen und sozialen Systemen, wobei der Grund solch spekulativen Denkens nicht ein naturwissenschaftlich abgesicherter Sozialkonservativismus ist, sondern die Annahme, daß aller Erkenntnisfortschritt aus der Symbiose von lockerem (loose) und strengem (strict) Denken erwächst. Die Möglichkeiten dieses Fortschritts werden im Schlußteil des Aufsatzes mit der Verdinglichung und Verhärtung psychoanalytischer Begriffe und Kategorien konfrontiert.