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Die Autoren lehren in Berlin (klinische) Psychologie; der eine arbeitet zudem an der Psychiatrischen Klinik als Arzt. Sie beabsichtigen mit diesem Buch, Psychologen mit Informationen für ihre beratende und therapeutische Arbeit zu versorgen, damit sie erstens besser und kritisch verstehen, warum ihr Klientel Medikamente bekommt. Zweitens: daß sie einschätzen lernen, “wann es für einen Patienten hilfreich sein könnte, wenn er zusätzlich Kontakte zu einem Arzt aufnimmt”. Zum dritten liegt ihnen daran, daß der Psychologe als ein “Diskussionspartner des Arztes” auftritt, “etwa wenn es darum geht zu entscheiden, ob ein konkretes Medikament bei einem konkreten Patienten einen konkreten Effekt hatte” (S. 10). Von diesen Zielsetzungen her wirkt der Titel scheu und abgeschottet — wieso denn nur für Psychologen? Die Zielsetzungen sprechen doch eine wünschenswerte interdisziplinäre Kooperation an. Und die Autoren vermuten — völlig zu Recht —, daß “es für ein solches Buch keine Vorbilder gibt”. Aus ihrem Vorhaben ist eine hervorragend zu lesende Einführung in einen Teil der aktuellen wissenschaftlichen Problematik der Kombination psychiatrischer Pharmakotherapie mit Psychotherapie geworden. Ohne jeden Zweifel ist sie auch für ärztliche Therapeuten von hohem Informationswert. Das wird ihm gleich im ersten Kapitel attestiert, in dem die Autoren einen Überblick über die Voraussetzungen von Wirkbehauptungen geben, über Probleme der Stichproben, des sozialen Kontextes von Untersuchungen, über Meßverfahren und deren Gütekriterien. Diese Informationen sind dem Psychologen sicherlich geläufiger. Ärztliche Therapeuten werden damit in der Regel dann konfrontiert, wenn sie an klinisch-therapeutischer Forschung beteiligt sind.
Es folgen drei systematische Kapitel über die Neuroleptika, Antidepressiva und Tranquilizer. Sie werden von einer Übersicht über das damit jeweils behandelbare Syndrom eingeleitet — psychiatrisches Repetitorium. Die Substanzklassen und einige biologische Modellvorstel