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In den letzten Jahren hat sich in der Verhaltenstherapie ein deutlicher Trend zu kognitiven Theorien und Therapien ergeben. Der Inhalt der black box ist interessant geworden. Es wird von “verdeckten” oder “privaten” Ereignissen geredet; zwischen den Endpunkten der Reiz-Reaktions-Kette werden “vermittelnde” Variablen, symbolische Prozesse, eine beständige Wechselwirkung des Menschen mit seiner Umwelt angenommen. Die Theorien, Untersuchungen und therapeutischen Techniken, die in diesem Zusammenhang stehen, hat Mahoney in seinem Buch “Kognitive Verhaltenstherapie” systematisiert. Er beginnt mit einer Kritik an der älteren Verhaltenstherapie, der er vorwirft, die vermittelnden Prozesse aus Angst vor “mentalistischen” Konzepten nicht genügend beachtet zu haben. Eine zunehmende Verunsicherung und mögliche Neuorientierung spiegelt sich in seiner Argumentation wider: “Das eindimensionale Vorliegen von Problemen scheint ein Mythos zu sein, der von den Konventionen der verhaltenstheoretischen Forschung propagiert wird. Der durchschnittliche Klient ist nicht einfach schlangenphobisch — er drückt oft den Wunsch aus, seine persönliche Anpassung in einem weiten Bereich von Punkten zu verbessern” (S. 309). Zudem verweist Mahoney auf eine wachsende Anzahl von Berichten, “die sich mit Ausnahmen und Widersprüchen hinsichtlich ‘anerkannter’ Lerngesetze beschäftigen” (S. 141); “Universelle Generalisationen sind ein verlockendes aber täuschendes Ziel” (S. 142); “‘Tatsachen’ sind relativistische Konstrukte; wir haben keinen privilegierten Zugang zur Wirklichkeit” (S. 18). Aus der Feder eines mittlerweile führenden Vertreters der Verhaltenstherapie kommt solcher Kritik natürlich zusätzliche Bedeutung zu.
Die kognitiven Theorien postulieren die nicht neue, aber jetzt vielbeachtete Einsicht, daß menschliches Lernen “größtenteils durch symbolische Prozesse vermittelt, und weniger offensichtlich durch Stimulus-Reaktions-Kontiguitäten produziert” wird (S. 140). Zur Beschreibung dieses Phänomens