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Das vorliegende Buch über tiefenpsychologische Theorien erfreut sich in seiner lebendigen Vielfalt eines anhaltenden Interesses in einer sicherlich ähnlich vielfältigen Leserschaft. Ursprünglich (1. Auflage 1961) in drei Teile gegliedert, ist das Werk nun auf sechs Teile angewachsen. Daher mag eine neuerliche Rezension, folgend der von H. Kunz (1961/62), hier angebracht sein. Die späteren Auflagen brachten Erweiterungen in den Kapiteln »Neopsychoanalyse« und bei den »philosophisch orientierten tiefenpsychologischen Theorien«. Die 4. Auflage erschien 1972 unter Beifügung eines vierten Teils: »Die wichtigsten Beiträge zur tiefenpsychologischen Theorie und Praxis 1962-1970« mit Literatur-Referaten über E. H. Erikson, K. Menninger, A. u. M. Mitscherlich, H. E. Richter, A. Lorenzer, W. Loch und W. Bräutigam.
Neu für die jetzige fünfte Auflage schrieb der Autor einen 5. und 6. Teil. »Die Entwicklung der psychoanalytischen Schulen bis zur Mitte der siebziger Jahre (zwischen Orthodoxie, polypragmatischem Eklektizismus und psychotherapeutischer Subkultur)« gibt zunächst einen Literaturüberblick zu aktuellen theoretischen Fragen (u. a. Krise der Psychoanalyse, Wissenschaftlichkeit, Marxismus, Triebbegriff, Narzißmus, Identifikation). Wyss stellt hier eine Annäherung zwischen Psychoanalyse und Neopsychoanalyse fest, während die Konzeption von C. G. Jung eigentümliche Stabilität bewahre und die Individualpsychologie A. Adlers eine gewisse Renaissance erlebe. »Neue Therapie formen«