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Jeder Pädagoge, Sozialarbeiter, Psychologe, Arzt, Jugendrichter oder Pfarrer kommt im Verlauf seiner Arbeit mit objektiven Daten seines Klientels zusammen. Ein wichtiges Merkmal hierbei ist die Familienkonstellation, die Langenmayr im Anschluß an Adlers und Tomans empirische Untersuchungen weiterverfolgt.
Nach einer Vorarbeit von 1975 wollte der Autor »den derzeitigen Stand der Forschung zusammenfassen, um vor allem einmal festzustellen, welche Ergebnisse heute schon als nahezu allgemeingültig betrachtet werden können« (S. 10). Dabei interessierte ihn »der Zusammenhang zwischen Familienkonstellation und Persönlichkeitsentwicklung, und hier wieder insbesondere der Neurosenentstehung« (S. 10).
So besteht der erste Teil des Buches aus einer sekundäranalytischen Darstellung von »Ursachen für bestimmte Persönlichkeitsentwicklungen und Neurosen« (S. 11-35); angefangen bei Vererbung, organischen und körperlichen Behinderungen, bis zu den verchiedensten sozialen und psychologischen Erklärungsmustern.
Im zweiten Teil wird Familienkonstellation als »die rein formale Darstellung von möglichen Beziehungen in einer Familie« beschrieben. »Dabei handelt es sich keineswegs um die Darstellung der gefühlsmäßigen Beziehungen zwischen Familienmitgliedern, sondern nur um die Darstellung des Beginns, der Dauer und des Endes ihrer zeitlichen Präsenz in der Familie. Es wird allerdings vermutet, daß aus der rein formalen Struktur einer Familie, also ihrer personellen Zusammensetzung, sich auch gefühlsmäßige Beziehungen voraussagen lassen« (S. 36). Aus dem Überblick der wichtigsten Ergebnisse wird jeder das für seinen Arbeitsbereich bzw. seine Fragestellung relevante Material schnell für sich herauslesen können, so z. B. über die Variable Geschwisterposition: Neurotiker stammen eher aus kleineren Familien und haben eher die Geschwisterposition des Älteren, Psychotiker dagegen kommen eher aus größeren Familien und sind häufiger jüngere Geschwister.
Verlust von Bezugspersonen scheint häufiger als