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»It can be read with equal benefit by beginners and experienced workers in the field.« Diese Bemerkung George Geros in seiner Besprechung der ersten Auflage des Buches 1962 im Psa. Quarterly hat sicher für die vor einigen Jahren erschienene zweite, wesentlich erweiterte Auflage an Berechtigung noch gewonnen.
Psychoanalytische Veröffentlichungen über das Thema der Depression erscheinen oft in mehrfacher Hinsicht problematisch: Die Ergebnisse der psychiatrischen Forschung werden häufig nicht oder nur ungenügend einbezogen. Eine nosologische Differenzierung unterbleibt nicht selten. Meist wird die vorliegende psychoanalytische Literatur diskutiert, ohne ihren Standort in der fortschreitenden Theorie-Entwicklung ausreichend zu berücksichtigen. Oft bleibt es bei einem manchmal recht scholastisch anmutenden Zitieren bekannter Autoren. Nicht immer wird die klinische Basis der eigenen Erfahrung deutlich. Gerade diese Punkte berücksichtigt Mendelson gründlich bei seiner Darstellung der Entwicklung psychoanalytischer Konzepte über depressive Erkrankungen.
Das erste Kapitel bietet eine Übersicht über die psychiatrische Depressionsforschung, angefangen bei Kraepelin bis zu den modernen klinischen, statistischen und genetischen Untersuchungen. Hier zeigt sich bereits die besondere Fähigkeit des Autors, komplexe Zusammenhänge und Entwicklungen klar und ausgewogen wiederzugeben. Im zweiten und dritten Kapitel wird die Entwicklung der psychoanalytischen Konzepte dargestellt. Die Beiträge von Freud, Abraham, Rado, Gero, Melanie Klein, Cohen, Bibring, Jacobson, Beck und von Sandler und seinen Mitarbeitern werden in einer Weise zusammengefaßt, die die wesentlichen neuen Erkenntnisse dieser Forscher in Beziehung zur allgemeinen Entwicklung der psychoanalytischen Theoriebildung setzt.
Das vierte Kapitel ist dem Problem der Trauer und der Depression bei Kindern gewidmet. Gerade bei dieser Fragestellung wird die Neigung vieler Autoren deutlich, die Existenz derartiger Phänomene zu leugnen, w