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Der Schlußsatz des Buches ist Zusammenfassung, Mahnung und Ausblick zugleich: »Solange man allerdings glaubt, durch eine rein somatische Behandlung in der Rehabilitationsphase das »Schreckgespenst Herzinfarkt« vertreiben zu können, solange werden Jahr für Jahr Millionen von Menschen spätestens beim Reinfarkt sterben.« Die vorliegende Arbeit ist ein vom Anliegen her erfreulicher und in der Durchführung gelungener Versuch, die biographisch-erlebnispsychologische Dimension in die Herzinfarktforschung zu integrieren. Das »öffentliche« Bewußtsein ist weitgehend beherrscht von der somatisch orientierten »Risikofaktoren-Diskussion«. Die Autoren der vorliegenden Arbeit gehen aus von der »biographischen Einheit«, die in einer sich entfaltenden Identität der leib-seelischen Entwicklungsgeschichte faßbar ist. Der Herzinfarkt wird so zu einem biographischen Ereignis, das in einer gestörten Persönlichkeitsentwicklung einen bestimmten Stellenwert besitzt. Ein zentrales Anliegen der Untersuchung besteht darin, die zur Infarkt-Krise hinführenden Fehlentwicklungen herauszuarbeiten. Freilich liegen in der Aspektivität des Vorgehens auch die besonderen Grenzen der Untersuchung, auf die die Verfasser mehrfach hinweisen: Wenn die in der Lebensgeschichte sich entwickelnde persönliche Identität zum Bezugssystem der Untersuchung wird, dann eröffnen sich durch diese Sicht des »Problems Herzinfarkt« spezifische Möglichkeiten, aber auch spezifische Grenzen, die in der von den Autoren sehr betonten »Aspektivität jeder Erkenntnishaltung« liegen.
Die Arbeit ist ein Bericht über die Untersuchung von 19 Patienten (die Stichprobe wird zusätzlich durch weitere Patienten einer Salzburger Dissertation ergänzt); die Patienten befanden sich in der Rehabilitationsphase.
Um die »Störungsfaktoren der Selbstverwirklichung« bei Herzinfarktpatienten zu eruieren, wird die biographische Anamnese in Form von persönlichen Gesprächen angewendet. Die Konflikterfassung in diesen Gesprächen wird durch die Verwendung de