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Trescher versteht seine Untersuchung zur Konstituierung der Subjektivität und zu ihrer Beschädigung durch den Sozialisationsprozeß als Beitrag zur Diskussion über die »Vermittlung« von Psychoanalyse und historischem Materialismus, ganz allgemein über das Verhältnis von Psychologie und Soziologie. Ausgehend von der Überlegung, daß in jede Sozialisationstheorie anthropologische Vorannahmen — genannt oder ungenannt — eingehen und dadurch die Ergebnisse theoretischer Arbeit strukturieren, versucht Trescher zunächst in Abgrenzung von anderen Ansätzen, insbesondere des Behaviorismus und der Lerntheorien, eine »Sonderstellung des Menschen« (S. 25) darzutun, indem er zeigt, daß der Mensch »unnatürlich« sei und zwar in einem solchen Maße, daß es »kein vorkulturelles Wesen des Menschen« gebe (S. 29). Jedoch bestimmt er dann den Menschen — in gewisser Weise seine Substantialisierungskritik unterlaufend — als begabt mit einer »ungeheuren Vielfalt von Entwicklungsmöglichkeiten …, die jedes Mitglied der Art zum Zeitpunkt der Geburt kennzeichnet« (S. 31). »Bei der Geburt besitzen die Menschen kein »Wesen«, sie sind jedoch gleichwohl Menschen, weil sie als artspezifisches Gattungsmerkmal die vorgeschichtlich-präadaptive, auf aktive Aneignungen bezogene Potenz besitzen, das außer ihnen liegende gesellschaftliche Wesen der Gattung in weitreichenden Aspekten mit ihrer biologischen Triebbasis strukturbildend zu synthetisieren« (S. 32). Die Frage, woher aber diese »vorgeschichtlich-präadaptive, auf aktive Aneignung bezogene Potenz« komme, wird nicht hinreichend angegangen, auch steht diese positive Bestimmung des Menschen, die später wesentlich durch die Fähigkeit zur Symbolbildung (nicht im klassischen Sinne der Psychoanalyse, sondern im Sinne von Lorenzer) erläutert wird, in unausgetragener Spannung zum Schlußsatz des ersten Kapitels, daß »jedes Menschenbild … Ideologie (sei) außer dem negativen« (Adorno) (S. 50); denn in dieser Potenz scheint all das, was in der Geschichte als Wesen