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Freud war der Ansicht, daß der Dichter durch Intuition erkenne, was sich der Psychologe in mühseliger Arbeit erschließen müsse. Liest man E. Feydeaus Roman Fanny aus dem Jahre 1858 im Licht dieser Einsicht, so stellt sich bei genauer Lektüre heraus, daß sich hinter der zeittypischen ödipalen Dreiecksgeschichte, die Feydeau erzählt, in Wahrheit ein präödipaler Text verbirgt. Die Verkleidung der Präödipalität, deren relative Autonomie auch Freud erst spät entdeckte, im Gewand der Ödipalität wie deren diskrete lebensgeschichtliche Bedeutungen weisen sowohl auf den klinisch fließenden Übergang vom Präödipalen zum Ödipalen hin als auch auf die begrifflich-theoretische Notwendigkeit, beide Phasen als getrennte zu sehen.