You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das Werk schließt eine Lücke in der internationalen Literatur insofern, als es an Monographien mangelt, die sich mit der Psychopathologie des Säuglings- und Kleinkindesalters beschäftigen. Eine solche Monographie fehlt im deutschsprachigen Raum völlig. So ist zu begrüßen, daß sich die Herausgeber entschlossen haben, einzelne Publikationen zu einer Monographie zusammenzufassen, die sich sämtlich und ausschließlich mit dem Säuglings- und Kleinkindesalter beschäftigen. Die kindliche Entwicklung wird von den Autoren in einem engen Zusammenhang mit dem Austausch zwischen Kind und dessen Bezugspersonen gesehen. Psychische Störungen werden daher als Störungen innerhalb eines komplizierten und gefährdeten Systems aufgefaßt, das durch das höchst dynamische Wechselspiel zwischen Umwelt und Kind bestimmt wird. Nach diesen Gesichtspunkten werden die Einzelpublikationen in 3 große Gebiete aufgeteilt; die normale und pathologische frühkindliche Entwicklung und deren Abhängigkeit von Variationen der Mutter-Kind-Beziehung sowie von psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen des Kindes selbst (hauptsächlich frühkindliche Psychosen und Hirnreifungsstörungen). Das Buch ermöglicht neue Einsichten in Gesetzmäßigkeiten der individuellen psychischen Entwicklung in der Abhängigkeit von verschiedenen Variablen der Mutter-Kind-Beziehung. Darüber hinaus werden die Auswirkungen normaler und pathologischer senso-motorischer Funktionen auf die kindliche Entwicklung dargestellt. Heraushebenwert ist ein Artikel von Sander, der systematisch 5 verschiedene Altersperioden in der Kindheitsentwicklung beobachtet hat (die ersten 2½ Lebensmonate, Phase vom 2. bis 5. Monat, vom 5. bis 9., vom 9. bis 12. und vom 12. bis 18. Monat). Die Beobachtungen wurden an Kindern von erstgebärenden Müttern durchgeführt, die Beobachtungsdauer betrug 3 Jahre, insgesamt handelte es sich um 22 Mutter-Kind-Paare.
Die Phasen werden als initiale Adaptation, als Periode des reziproken Austausches zwischen Mutter und Kind,