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Man kann die Flut der hauptsächlich aus den USA stammenden Literatur zum Problem der narzißtischen oder der Borderline-Persönlichkeitsstörungen in drei Hauptströmungen unterteilen: In Europa am besten bekannt dürfte die Schule sein, die sich mit der Kohutschen Sicht des pathologischen Narzißmus befaßt. Die Gruppe um Herbert Rosenfeld schließt an Melanie Kleins, Joan Rivieres und — letztlich — Abrahams Objektbeziehungstheorie an: Omnipotent introjizierte, »ganz gute« primitive Teilobjekte und/oder ein omnipotent auf ein solches primäres Teilobjekt projiziertes Selbst helfen Persönlichkeiten mit einem pathologischen Narzißmus, jegliche Differenzierung oder Trennung von diesen Objekten zu verleugnen. Der Neid, der dadurch abgewehrt werden kann, wird von Rosenfeld — in Anlehnung an Melanie Klein — als primärer intrapsychischer Ausdruck des Todestriebes verstanden. Kernberg verwendet zwar auch Melanie Kleins Objektbeziehungstheorie, dazu aber die ich-psychologischen Arbeiten Heinz Hartmanns und Erik H. Eriksons, sowie die neueren, entwicklungspsychologischen Modelle von Edith Jacobson und Margaret Mahler. Die Unterscheidung der verschiedenen »Narzißmus-Schulen« ist insofern wichtig, als theoretische und technische Konsequenzen in bezug auf Diagnose