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Ich mußte einige Zeit nachdenken, ehe ich erkennen konnte, daß Eschenröder sich in seiner Replik wirklich auf meinen Aufsatz »Selbstkontrolle und Selbstsicherheit — Zu neueren Techniken der Verhaltenstherapie« (Psyche, 33, S. 29 bis 63) bezieht. In diesem Aufsatz hatte ich deutlich gemacht, wie die Verhaltenstherapie in der therapeutischen Praxis ihr naturwissenschaftliches Forschungsideal relativieren muß. Von der Psychoanalyse ausgehend, hatte ich darauf hingewiesen, daß sich trotz dieser Liberalisierung am grundsätzlichen methodischen Vorgehen und damit an den therapeutisch erzielbaren Wirkungen wenig ändert; so gibt es z. B. für unbewußt gewordene Sinnzusammenhänge keinen theoretischen Bezugsrahmen, darum sind Übertragungsbeziehungen manipulierbar. Ausgehend von Überlegungen zum Symptomwandel psychischer Störungen und deren möglichen gesellschaftlichen Bedingungen hatte ich die zunehmende Beachtung des Selbst in der Verhaltenstherapie mit der Entwicklung der psychoanalytischen Selbsttheorie kontrastiert. Gerade in diesem Zusammenhang zeigte sich die verkürzte, technisierte Perspektive der Verhaltenstherapie.
Eschenröder hat das Diskussionsangebot nicht aufgenommen. Er antwortet auf einer pragmatisch-bewußtseinspsychologischen und technik-immanenten Ebene. Seine Antwort ist in einem Konglomerat von verhaltenstherapeutischem, klientenzentriertem und rational-emotivem Vorgehen angesiedelt. Wie Verhaltenstherapeuten in ihrer Praxis den Sinnzusammenhang ihrer Klienten nicht verstehen und einzelne Aspekte isolieren, so pickt er sich aus meiner Argumentation das für ihn Geeignete heraus. In seiner Replik wird nicht mehr deutlich, daß es sich um eine psychoanalytische Kritik handelt, die von einer kritisch-sozialwissenschaftlichen Position her entwickelt ist. Eschenröder stutzt meine Argumente so zurecht, daß sie auch von einem anderen, z. B. einem humanistischen Standpunkt her, hätten geäußert werden können. Die psychoanalytische Kritik übersieht er. Zwischen Psychoanal