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Geschildert wird ein Fall von quasi-psychotherapeutischer Beratung im neopietistisch-Swedenborgianischen Milieu der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Nichte des verstorbenen Caspar Wegelin machte sich zu dessen »Medium« und beriet den in einer seelischen Krise befindlichen Swedenborg-Übersetzer Gustav Werner seelsorgerisch, wobei Traumauslegungen eine große Rolle spielten. Tief eingesenkt in den religiösen Mystizismus der Zeit, in dessen Bann die »Therapeutin«, um zu wirken, »außer sich« geraten mußte und in der Rolle ihres verstorbenen Onkels, einer Autoritätsperson, aufzutreten hatte, und der natürlich auch das »Behandlungsziel« definierte, wird uns doch das Muster einer »Heilung« durch Gespräche über verpönte Wünsche im Rahmen von Übertragung und Gegenübertragung kenntlich.