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Der literarisch gestaltete (und gefeierte) Selbstmord (der vielleicht u. a. auch der Sublimierung destruktiver Triebregungen der Autoren dient) bedeutet in der Regel den Ausbruch der Heldinnen und Helden in Roman und Drama aus einer sozial ausweglosen, nicht lebenswerten Situation, den Durchbruch zu Selbstbestimmung — in Gestalt der Verwerfung der gebotenen Lebensmöglichkeiten. Der Selbstmord erscheint so als ein reflexiver Akt, der u. U. auch dazu taugt, ein Kollektiv aus seinem verhängnisvollen Schlaf aufzuschrecken.