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Heinz Kohut hat im Abstand von 10 Jahren ein und denselben Patienten zweimal analysiert: das erste Mal — erfolglos — mit Hilfe einer (von ihm als »klassisch« etikettierten) auf die Mutterbeziehung zentrierten rigiden Widerstandsanalyse, das zweite Mal — erfolgreich — auf der Basis einer guten Übertragungsbeziehung, die es ermöglichte, auch die Beziehung des Patienten zu seinem Vater durchzuarbeiten. Cremerius versucht zu zeigen, daß Kohut zwischen den beiden Analysen vor allem seine »Haltung« zum Patienten geändert hat, daß er in die von Freud über Ferenczi zu Balint u. a. verlaufende Therapietradition eingeschwenkt ist — daß also weder eine geänderte Technik noch die neue Selbst-Psychologie (die dem »Material« nur übergestülpt wurde) für den günstigen Ausgang der Therapie verantwortlich sind.