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Dieter Wyss, bekannt durch eine große Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen und durch mehrere Bücher, von denen insbesondere das Standardwerk »Die tiefenpsychologischen Schulen von den Anfängen bis zur Gegenwart« (5., erweiterte Auflage 1977), dann seine der Phänomenologie verpflichteten Arbeiten »Beziehung und Gestalt«, »Mitteilung und Antwort«, »Strukturen der Moral« große Beachtung gefunden haben, zieht in dem vorliegenden umfangreichen Werk die Summe seiner großen Erfahrungen und weitgespannten Studien.
Wie immer, so sind auch diesmal seine Ausführungen durch profunde Gelehrsamkeit, durch ihre geschichtlichen Bezüge und ihre zahlreichen Brückenschläge zu den verschiedensten Wissenschaften ausgezeichnet; wie immer ist die integrative Leistung, ist die Zusammenschau der Probleme bewundernswert.
Es geht dem Verfasser um die Begründung und Ausarbeitung einer »amplifikatorischen Phänomenologie«, um die Vermittlung zwischen einem »monadischfensterlosen Subjektivismus und dem weltbezogenen, scheinbar subjektlosen Objektivismus« (S. 23), wie er in der modernen positivistischen Wissenschaft betrieben wird. Eine zentrale Stellung nimmt dabei die Erörterung der aus der Todeserfahrung begriffenen Zeit ein. Hier entwickelt D. Wyss sehr interessante Gedanken, die eine Reihe von Fragen über den »antithetischen« Zusammenhang zwischen dem »ego cogito« und dem »transzendentalen Horizont« betreffen und damit aufs engste mit Verzweiflung und mit dem Zerrissenwerden einerseits und der Theologik, der Menschwerdung Gottes und der Gottwerdung des Menschen anderseits verknüpft sind.
In weit ausgreifenden Überlegungen und subtilen Argumentationen versucht dann der Schüler Victor von Weizsäckers, das »alogisch monadische Dasein« mit der These von der Menschwerdung Gottes zu verbinden, wobei auch dem Hören und Sprechen ihre Bedeutung zuerkannt wird. Es folgen Untersuchungen über die Antinomik der Intersubjektivität und die Antilogik der Existenz.
In einem abschließenden Kapitel setzt Wyss