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Anfang 1982 eröffnet das »Institut für Soziotherapie und Kriminalsoziologie e. V.« in Frankfurt am Main ein Rehabilitationszentrum für (z. T. unter Auflagen) entlassene Strafgefangene. Zu diesem Zweck hat das Institut ein Gebäude angemietet, in dem in einem stationären Rahmen ein soziotherapeutisches Milieu auf psychoanalytischer Grundlage geschaffen werden soll. Das Institut ist sowohl mit dem Sigmund-Freud-Institut als auch mit dem Fachbereich Rechtswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt organisatorisch und personell verbunden. Die Finanzierung erfolgt im wesentlichen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn-Bad Godesberg und durch das Land Hessen.
Antragsteller gegenüber der DFG und dem Hessischen Sozialministerium sind die beiden Strafrechtslehrer Herbert Jäger und Klaus Lüderssen sowie der Psychoanalytiker Clemens de Boor. Das Institut beschäftigt 5 wissenschaftliche Mitarbeiter verschiedener Disziplinen, 1 wissenschaftliche Hilfskraft, 2 Sozialarbeiter, je 10 Begleiter für 10 Bewohner sowie 2 Sekretariatskräfte. Das Institut bietet neben den Wohn- und Aufenthaltsräumen der Bewohner Platz für die Arbeitsräume dieser Mitarbeiter. Daneben sind Mittel vorhanden für die Beschäftigung spezialisierter Therapeuten und Dozenten sowie für 5 psychoanalytische Supervisoren, welche auf Stundenbasis für das Institut tätig werden.
Das Institut nimmt seine Arbeit zunächst mit der Bereitstellung von 10 Behandlungsplätzen auf. Die Erweiterung um 10 weitere Plätze ist geplant. Hierfür waren die anteiligen Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft bereits bewilligt, während die anteiligen Mittel des Landes Hessen noch zu beantragen sind. Eine Förderung durch die DFG wird auf maximal 5 Jahre — abzüglich der Vorbereitungsphase — erfolgen. Für die Weiterführung des Instituts über diesen Zeitraum hinaus liegen zunächst nur Absichtserklärungen vor.
Die Rehabilitationsarbeit des Instituts wird auf der Grundlage einer psychoanalytischen Soziotherapie er