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Hans Bosse untersucht in dieser den Modernisierungsprozeß der vorindustriellen Gesellschaften der III. Welt thematisierenden Studie die Frage, worin die Objekte dieser nachkolonialen Entwicklung sich als Subjekte setzen und erkennen können; er fragt nach der Resistenzkraft der unter vorindustriellen Verhältnissen entstandenen psychischen Strukturen und damit der kulturellen Identität unter den Bedingungen eines peripheren und abhängigen Kapitalismus (S. 35), d. h. nach der psychischen Grundlage des Widerstandes gegen die Einfuhr einer abhängigen kapitalistischen Kultur. Diesen sowohl psychologischen wie soziologischen Fragen versucht er mit Hilfe einer von ihm Ethno-Hermeneutik genannten Methode beizukommen, in der er den psychoanalytischen Gesichtspunkt, in jedem, auch einem zunächst unsinnig erscheinenden Symptom einen Sinn aufzusuchen, auf gesellschaftliches Handeln anwendet. — Nachdem die Kolonialisierung der äußeren Natur der Menschen der III. Welt, d. h. die Enteignung ihrer Produktionsmittel, ihres Bodens, ihrer Arbeitskraft usw. weit fortgeschritten ist, bleibt für die nachkoloniale Kultur- und Bildungspolitik das Problem, die Kolonisierung der inneren Natur, d. h. die Enteignung des Bewußtseins, voranzutreiben, um die Kolonisierten in ihrer Persönlichkeits- und Verhaltensstruktur dem »modern way of life« anzupassen (S. 13), d. h. der Ausbeutung sei es der einheimischen Bourgeoisie, sei es des internationalen Kapitals zu unterwerfen. Bosse fragt, durch welche Strategien die Kolonisierten sich diesen Anpassungsversuchen an die für sie vornehmlich