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In der Diskussion um den sog. subjektiven Faktor wird immer wieder die Psychoanalyse als paradigmatisch für eine Wissenschaftsauffassung zitiert, die eine Wechselwirkung zwischen »Methode« und »Gegenstand« nicht nur nicht leugnet, sondern geradezu als Bedingung von angemessenen, stringenten wissenschaftlichen Erkenntnissen betrachtet. Eine populäre Wendung dieser Diskussion in Teilen der Frauenbewegung hat dazu geführt, eine »weibliche Therapie« zu fordern, den männlichen Analytiker als ungeeignet für die analytische Arbeit mit einer Frau — auf jeden Fall mit einer nach Emanzipation strebenden Frau — anzusehen. Diese These, wonach geschlechtsabhängige Unterschiede entscheidend seien, beherrschte die Diskussion.
Demnach sind Analytikerinnen eher mit Frauen, Kindern und frühen Störungen befaßt. Aufgrund ihres eigenen »geschlechtsspezifischen Defizits« können sie sich offenbar besser in die Konflikte hineindenken, die bei den genannten Klientengruppen auftreten. Männlichen Analytikern blieben die reiferen männlichen Patienten. Nach der Vorstellung, daß Ähnlichkeit dem Verstehen förderlich sei, sollen sie diese am besten behandeln können.
Einiges paßte indes nicht in diese bekannte Argumentation. So u. a. die Beobachtung einer Kinderanalytikerin, daß in ihre Praxis im wesentlichen Jungen von ihren besorgten Müttern zur Behandlung gebracht werden. Die mütterlichen Klagen gipfeln neben Verhaltensunangepaßtheiten in der Sorge, daß die Söhne sich nicht genügend denen von ihnen erwarteten Anpassungsleistungen an die gängigen Männlichkeits- und Erfolgs- bzw. Leistungsvorstellungen gewachsen erweisen könnten. Die durchschnittliche besorgte Mutter stellt den Sohn dann bei der Analytikerin vor, wenn sie trotz des Einsatzes ihrer ganzen Liebe und emotionalen Zuwendung bei ihm nicht das erwünschte Resultat erzielen kann.
Die Analytikerinnen werden in diesen Fällen a