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Helga Nitsch-Berg unternimmt es in ihrer Studie, den in verschiedenen Hinsichten reduktionistischen Theorien über das kindliche Spiel und den aus diesen hergeleiteten pädagogischen Techniken vornehmlich in der institutionellen Vorschulerziehung psychoanalytische Erfahrungen mit dem Spiel der Kinder und Theorien über die psychische Entwicklung des Kindes entgegenzuhalten. Während die kognitiven, funktionalen oder am Interaktionismus orientierten Theorien das kindliche Spiel in der Hauptsache unter dem Gesichtspunkt des Erwerbens bzw. Lernens von Fähigkeiten (Geschicklichkeit, Konzentration, Wahrnehmung, Reaktionsvermögen, soziales Sicheinordnenkönnen usw.) betrachten und als solche die Grundlage bestimmter pädagogischer Techniken bilden, die darauf abzielen, eine bestimmte Art Lernerfolg zu gewährleisten, stellt die Verfasserin die psychoanalytische Auffassung des kindlichen Spiels als kompliziertes dynamisches Kompromißprodukt aus bewußten und unbewußten Anteilen heraus. S. Freud, A. Freud und insbesondere M. Klein hatten bei ihren Versuchen der Analyse von kleinen Kindern die Erfahrung gemacht, daß die Methode der freien Assoziation nicht recht anwendbar ist, da der Analytiker dem Kind allzuviele Wort leihen muß, aber auch der Verdrängungsprozeß noch zu ungesichert ist, so daß die Kinder meist nicht die Regeln der freien Assoziation befolgen; doch hatten sie entdeckt, daß bei der Analyse von Kindern das Spiel anstelle der freien Assoziation herangezogen werden kann. Das Spiel als Manifestation auch des Unbewußten wurde damit anderen psychischen Akten (Traum, Fehlleistungen, Symptomhandlungen etc.) gleichgesetzt; es bot durch seinen Fortgang zugleich die Möglichkeit, es als Darstellung der für das Kind grundlegenden Konflikte nach den von der Psychoanalyse erkannten psychischen Mechanismen (Verdrängung, Verschiebung, Verdichtung, Sublimierung etc.) zu interpretieren und es als therapeutisches Mittel einzusetzen, indem die einzelnen Spielelemente als »Assoziation« an