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Balints Theorie der Grundstörung liefert die Möglichkeit, das psychische Geschehen beim Lesen literarischer Texte unter dem Aspekt der Illusionsbildung zu rekonstruieren. Beim Lesen konstituiert sich eine Dualbeziehung auf der Stufe der »primären Liebe«. Sie ist die Grundbedingung der literarischen Illusion, die gekennzeichnet ist durch ein — im günstigen Fall — »harmonisches Einvernehmen« des Lesers mit dem Text und durch den Eindruck der Verwischung der Grenzen zwischen Text und lesendem Subjekt.
»Post coitum omne animal triste«
Augustinus