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Vom 31. 10. bis 2. 11. 1980 fand in Boston eine Tagung mit dem Thema »Reflections on Self Psychology«, veranstaltet von der Bostoner Psychoanalytischen Gesellschaft und dem Bostoner Psychoanalytischen Institut, statt. Ein fünfköpfiges Organisationskomitee hatte sie in mehr als anderthalbjähriger Arbeit sorgfältig vorbereitet. Es hatte die Themen und Referenten ausgewählt, sich deren Arbeiten vorher schicken lassen, sie teilweise mit der Bitte um Änderungen wieder an selbige zurückgesandt, so daß es eine Tagung aus einem Guß würde und nicht, wie so häufig, die Referenten monologisierend aneinander vorbeiredeten. Es war, wie der Präsident der Amerikanischen Psychoanalytischen Vereinigung, A. Cooper, abschließend bemerkte, eine bedeutende Tagung. »Ich glaube, daß niemals zuvor in der Geschichte der Psychoanalyse so viele zusammensaßen, um so lange so Vielem von so wenigen zuzuhören.« In der Tat folgten 960 Teilnehmer (eine Reihe von Anmeldungen konnte aus Platzgründen nicht mehr berücksichtigt werden), von denen einige aus Australien, Brasilien oder der Bundesrepublik angereist waren, mit intensivem Interesse den Vorträgen und Podiumsdiskussionen. An drei Tagen wurden insgesamt 24 Sitzungsstunden absolviert, davon etwa 20 im Plenum und nur ca. 4 in Arbeitskreisen, ohne daß Ermüdungserscheinungen festzustellen waren. Die Tatsache, daß beim Abschlußpodium drei Präsidenten der Amerikanischen Psychoanalytischen Vereinigung miteinander diskutierten, nämlich A. Cooper, der gegenwärtige Präsident, sowie Kohut und Wallerstein als frühere Präsidenten, zeigt, welch großes Interesse man in den USA der Selbstpsychologie entgegenbringt.
Am Bostoner Institut gibt es nur eine kleine Gruppe von Anhängern der Selbstpsychologie. Daher kamen Vertreter der Ichpsychologie ausgiebig zu Wort. Die Arbeitskreise hatten zumeist zwei Vorsitzende, einen Ich- und einen Selbstpsychologen. Sie zählten nicht mehr als jeweils 20 bis 25 Teilnehmer. All dies ermöglichte eine gründliche Darstellung und Ab