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Familientherapie, in den letzten zwanzig Jahren als therapeutische Methode, zugleich als »familiendynamische« Diagnostik entwickelt, begreift sich einerseits als psychoanalytische Variante therapeutischen Handelns, zum andern als neues Paradigmas als grundlegende Sichtweise psychischer Störungen, Durch Rekurs auf die Freudsche Position, die diese gegenüber der (bürgerlichen) Familie einnimmt, zeigen die Autoren, daß Familientherapie das entscheidende Moment der Psychoanalyse unterschlägt: die Macht des (gesellschaftlichen und individuellen) Unbewußten, Die Darstellung früherer Vergesellschaftungsformen macht klar, daß Familientherapie am Bild der beschädigten kleinbürgerlichen Familie orientiert ist, Sie ist daher zeitgemäß und »modern«, da sie sich über den Verlust der Dimension des Unbewußten gesellschaftlich vereinnahmen läßt — als psychosoziale Dienstleistung,