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Die Lektüre dieses Klassikers der Psychotherapieforschung hat bei mir ein zwiespältiges Gefühl hinterlassen. Auf der einen Seite enthält er eine Menge kluger und origineller Gedanken, von denen Psychotherapieforschung profitieren kann. Andererseits zeigt die Arbeit einige inhaltliche und formale Eigenheiten, die in gewisser Weise provozierend sind. Um bei den letzteren anzufangen: Es handelt sich offensichtlich um eine Sammlung von Aufsätzen, die mit einer Einleitung versehen, überarbeitet und an den Übergängen entsprechend modifiziert zu einem Buch zusammengestellt wurden, ohne daß dies deutlich gemacht wird. Dadurch ergeben sich Wiederholungen, die Arbeit hat keine rechte Gliederung, sondern variiert Thesen und Argumente. Es ist deshalb auch schwierig, eine Inhaltsangabe zu machen. Es lassen sich jedoch eine Reihe von Standardargumenten identifizieren. Ausgangspunkt ist die Kritik an der »Entitäts«-Psychologie (und der damit verbundenen Psychotherapie). Ihr wird vorgeworfen, daß sie das zu Eigenschaften von Subjekten macht, was in Wahrheit als Ausdruck einer bestimmten Beziehung zwischen Subjekten gesehen werden muß. Die »Kommunikations«-Psychologie, die sich nicht an Spekulationen über Intrapsychisches, sondern an beobachtbaren Wirkungen von Verhalten orientiert, geht davon aus, daß in Interaktionen Beziehungen wechselseitig definiert werden, so daß es stets zwei Ebenen von Kommunikation gibt: die Inhalts- und die Beziehungsebene. Wesentliches Thema der Definition ist die Frage, wer die Beziehung kontrolliert. Auf diesem Hintergrund