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Dieses Buch ist der im deutschen Sprachraum bisher umfassendste Versuch, die gegenwärtige Situation der Sozialpsychologie im Kontext ihrer theoretischen und methodischen Probleme zu diskutieren. In den letzten Jahren haben sich — allerdings vornehmlich in den USA — prominente Fach-Vertreter zunehmend kritisch über Zustand und Leistungsfähigkeit der Sozialpsychologie geäußert. Auch und gerade Exponenten der traditionellen empirischen Forschung beginnen zu zweifeln, ob man sich auf dem richtigen Weg befindet. Ausgehend von dieser Kritik werden von den Autoren zunächst die erheblichen Definitionsprobleme dargestellt; sie zeigen, daß im Grunde eine befriedigende Bestimmung des Gegenstandes ebenso fehlt wie ein Konsens über diese Bestimmung. Statt dessen wird im allgemeinen versucht, Definitionsprobleme (und die dahinter stehenden theoretischen Legitimationsprobleme) durch enge Anlehnung an das positivistische Selbstverständnis der experimentellen Methodologie zu umgehen. Im Anschluß daran folgt eine relativ knappe, aber präzise Darstellung und Kritik der wichtigsten sozialpsychologischen Modelle (Behaviorismus, Kognitivismus, Interaktionismus, Ethnomethodologie, psychoanalytische Sozialpsychologie). Die nächsten Kapitel beschäftigen sich ausführlicher mit der Analyse der Formen und Hintergründe der Krise. Es wird zunächst gezeigt, wie sie sich in mangelnder Relevanz der Forschungsergebnisse zeigt: es fehlt an angemessenen Auswahlkriterien für Forschungsprobleme, die Anwendbarkeit von Ergebnissen krankt am mangelnden praktischen Gehalt und impliziter Ausrichtung an sachfremden Kriterien (etwa wissenschaftliche Reputation). Danach wird gezeigt, inwiefern die Krise zusammenhängt mit theoretischer Inkonsistenz und widersprüchlichen impliziten und expliziten Wissenschaftskonzeptionen. Auf diesem Hintergrund untersuchen die Autoren die Ursachen der Krise. Ausführlich diskutieren sie die Restriktionen der auf das Laboratorium beschränkten empirischen Sozialpsychologie und die