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Es besteht kein Zweifel, daß dieses Buch ein Thema anspricht, welches von größter Bedeutung ist: die Frage, welche pathogenen Folgen die Struktur der industriellen Arbeitsorganisation hat. Althaus analysiert im ersten Teil seiner Arbeit ein Modell genereller »Verhaltensprinzipien der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaftsformation«, wobei er die »Pathologie des sozialen Beziehungsgefüges« in der Dominanz bestimmter Prinzipien sieht, denen er entsprechende qualitative Defizite zuordnet: dem »Herrschaftsprinzip« die »akkumulierenden« Wirkungen des »Habens«, dem »Tauschprinzip« die »nivellierenden« Wirkungen der Entindividualisierung und Anpassung, dem »Verwertungsprinzip« die »limitierende« Beschränkung auf meßbare Zweckrationalität und dem »Konkurrenzprinzip« die »ritualisierende« Konzentration auf wechselseitiges »Bepunkten«. Daraus leitet er die seiner Meinung nach wichtigsten Formen der charakterologischen Deformationen, die für unsere Gesellschaft typisch sind, ab. Ein Beispiel: als Folge des »Herrschaftsprinzips« kommt es zu einer systematischen Verzerrung der explorativen Dimension der Psyche: »In ihrem Zusammenhang finden wir in Persönlichkeiten mit jener gedrosselten Explorativität, jener charakterlichen Bremsung (Reich), den schizoiden Zug und jener mit einer eingeschränkten Explorativität, einem beengten selbstbezogenen Interessenkreis den narzißtischen Zug. Beide Charakterzüge zeichnen sich aus als wahrnehmende, registrierende, weniger aber als vollsinnliche verarbeitende Menschen. Sie erleben den anderen Menschen, die Außenwelt, nie in unbekümmerter Anschauung oder ungebrochener Zuwendung — grundsätzliches, aber meist latentes Mißtrauen behindert sie. In welche Richtung diese innere Ohnmacht, Ich-Verunsicherung, sich sekundär weiterentwickelt, hängt von dem subjektiven Bezugsrahmen zu den gesellschaftlichen