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Hat die Traumdeutung innerhalb der psychoanalytischen Behandlungstechnik im Laufe der Zeit ihren Wert eingebüßt? Hat der Traum seine Bedeutung als die via regia zur Kenntnis des Unbewußten verloren?
Leon Altman weist solche Zweifel und Relativierungen entschieden zurück und führt in seinem — auch didaktisch sehr gut aufgebauten — Buch den Beweis für das Gegenteil. Im ersten, einführenden Teil werden die Hauptbegriffe der Freudschen Traumlehre mit Hilfe von kurzen Traumbeispielen prägnant und anschaulich erläutert. Schon hier merkt der Leser, daß das besondere Anliegen des Autors darin besteht, die Traumpsychologie und Traumdeutung durch die ichpsychologische Dimension zu ergänzen: »Kein Traum ist jemals nur ein Es-Traum.«
Der zweite, der Hauptteil, beschäftigt sich mit dem Traum in der klinischen Praxis. Der Autor löst hier sein im Titel des Buches enthaltenes Versprechen ein. Er bietet eine ungewöhnlich realitätsnahe, systematische und konsequent praxisorientierte Darstellung der analytischen Arbeit mit dem Traum. Unbequeme und schwierige Detailfragen werden nicht umgangen. Ihnen wird vielmehr konsequent nachgespürt. Ein Beispiel: Wenn die wichtigste klinische Funktion des Traumes seine Bedeutung als Ausgangspunkt für Assoziationen