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Von den beiden Autoren ist Inge Fleischhauer, auf dem Umschlag vorgestellt als Assistenzprofessorin für Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, auf Gebieten, welche den in diesem Buch abgehandelten entsprechen oder nahestehen, dem Referenten nicht bekannt geworden; auch das Literaturverzeichnis ermöglicht es nicht, die bisherige Position von Frau Fleischhauer — und damit die Rolle der Geschichtswissenschaftlerin in dieser psychohistorischen Studie — abzuschätzen. Das ist nicht eine rein persönliche Sache; sie gehört vielmehr ins Problem hinein, weil der Begriff »psycho-historisch«, alle Autorität Eriksons in Ehren, ein gewisses Maß an Unbehagen erzeugt: Welche Bereiche an kommunikativ erschlossener Verständigung dürfen beanspruchen, über den Ort hinaus, an dem sie gewonnen worden sind, als verbindlich zu gelten? (Eine ähnliche Fragestellung haben N. Elrod, R. Heinz und H. Dahmer kürzlich für den Bereich der Psycho-Soziologie mit ihrem provokativen Buch »Der Wolf im Schafspelz« verfolgt.)
Bekannt ist dagegen der zweite Verfasser, Hillel Klein, Vorsitzender der psychoanalytischen Gesellschaft Israels, Professor in Jerusalem und Chefarzt des psychiatrischen Hospitals Eytanim (nicht, wie auf dem Umschlag angegeben, der Hadassa-Universitätsklinik). Klein hat seit Jahren viel über die Folgen des Holokausts gearbeitet. Der Begriff »Holokaust-Syndrom« geht auf ihn zurück, Beides ist an sich in dem Zusammenhang mit dem hier zu besprechenden Buch wenig belangvoll, gewinnt jedoch Bedeutung, wenn man weiß, daß Klein aus eigener, persönlicher, schicksalhafter Erfahrung spricht. Dies in Betracht ziehend, darf man sich zu der Aussage vorwagen, daß Hillel Klein von all jenen Autoren, welche ihr eigenes Schicksal zum Gegenstand der Forschung machen, wenn dieses Schicksal Konzentrationslager heißt, der Einzige ist, der