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Die Schwierigkeit dieses abschließenden Bandes einer Trias (Wiesenhütter 1969, 1974 und 1979), die einen Überblick über die tiefenpsychologischen Schulen und deren Beziehungen zu angrenzenden Wissenschaften gibt, liegt in der fast enzyklopädischen Intention, die »Begegnung« zwischen Philosophie und Tiefenpsychologie ohne historische oder systematische (problembezogene) Einschränkung und Akzentuierung zu verhandeln. Entsprechend bleibt die an sich spannende Textauswahl, die den Austausch zwischen den beiden Gebieten in seinen vielfältigen inhaltlichen Verzweigungen und in seiner historischen Dimension dokumentiert, notwendigerweise zufällig. — Die drei Teile des Buches verdienen unterschiedliches Interesse: Der erste Teil charakterisiert das Verhältnis der verschiedenen tiefenpsychologischen Schulen zur Philosophie und reiht die von diesen stillschweigend oder ausdrücklich der philosophischen Tradition entlehnten Begriffe und Konzepte auf — ein Unternehmen, das nicht ganz der Gefahr entgeht, in unfruchtbare Diskussionen um geistige Urheberrechte auszuufern, zumal das grundlegend Neue und Eigenständige der tiefenpsychologischen Theoreme gegenüber ihren philosophischen Vorläufern nicht deutlich genug herausgearbeitet wird. — Der zweite und instruktivere Teil beschäftigt sich mit der Rezeption der Psychoanalyse in der Philosophie (andere tiefenpsychologische Schulen, auch solche, die der Philosophie geneigter waren als die Psychoanalyse, wurden erheblich weniger rezipiert), wobei sich in den Bereichen Sprache, Gesellschaftstheorie, Ethik, Methodologie und Anthropologie die Entwicklung einer Konvergenz der Interessen abzeichnet. Streckenweise war die philosophische Kritik allerdings mehr Ressentiment als Kritik im emphatischen Sinn, wofür die ausführlich referierten Texte von Jaspers, Buber, Gehlen und Plessner beredte Beispiele sind (138 ff., vgl. auch 1974, S. 159 ff.). Diese sind für eine »Selbstverständigung« der Psychoanalyse über Grundlagen und Voraussetzungen ihre