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Das Buch gehört zur Kategorie der Sach-Comics in einer Reihe »Marx für Anfänger«, »Einstein für Anfänger« etc. Wer glaubt, das Ganze sei ein flacher Spaß, irrt sich. Hier wird erfolgreich versucht, mit den Mitteln des Comics, also einer graphischen, flächenhaften, fast bilderschriftartigen Darstellung, die viel Symbolisierung erlaubt und den Diskurs auf kurze Dialoge beschränkt, Freuds Leben und Werk in ihrer Verflochtenheit darzustellen und zu entwickeln. Dieser Ansatz ist didaktisch richtig, denn er verhindert eine autoritäre Dogmatik und zeigt, wie Freud seine Theorien unter dem Einfluß seiner Lebenserfahrung ständig überprüft und neu formuliert hat. Die Bilderschrift wird gelegentlich durch theoretische Zusammenfassungen und am Schluß durch einen Index von Fachausdrücken ergänzt.
Die Verfasser, Richard Appignanesi und Oscar Zarate, die dieses Buch zuerst in England publiziert haben, wenden sich ihrem Gegenstand mit Sachverstand und Sympathie zu. Das Mittel des »Cartoon« wirkt keineswegs zynisch, oft sehr witzig. Am Anfang des Buches findet sich ein Portrait-Photo des 83jährigen Sigmund Freud nach seiner Emigration. Nur einige Beispiele der Möglichkeiten, die die Art der Darstellung bietet: Der Vater des kleinen Hans wird mit einem Pferdekopf dargestellt. Am Ende dieser Serie ist der vorher winzige Junge selbst ein Mann mit Pferdekopf und sagt in einer Sprechblase: »Und ich wurde ein Musiker wie mein Vater.«
Ein anderes Beispiel: C. G. Jung sorgt als Sheriff in Wildwestkleidung für