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Mosers neues Buch, ein mit psychoanalytischem Wissen gestaltetes »Lehrstück«, setzt gerade dort ein, wo die »Grammatik der Gefühle« aufhörte. Aus der hymnischen Beschwörung der frühen Imagines ist hier ein Dialog oder vielmehr Doppelmonolog geworden, in welchem zwei »Liebende« — Lydia und Paul, Paul und Lydia — einander abwechseln. Lydia ist eindeutig die Führende, mit einem Vorsprung an narzißtischem Glanz Ausgestattete, und es entspricht dieser Asymmetrie in ihrem Verhältnis, daß Paul sie in einem seiner Monologe (aus der ersten Zeit ihrer Liebe) hymnisch-dithyrambisch anredet: »Gott ist weiblich. Wie könntest du mich sonst einatmen und ausatmen mit deinen Augen, wenn du nicht ein zerbrechlicher Engel wärst. Ich werde dich beschützen und heilen. Laß dich nie mehr durch andere Männer verunreinigen.« Alles Unreine, aller Neid — für den Paul und Lydia bezeichnenderweise