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Drei umfangreiche Bücher sind im Laufe von zehn Jahren seit der Gründung des von Hans Strotzka geleiteten, seit 1971 bestehenden Instituts für Tiefenpsychologie und Psychotherapie der Universität Wien hervorgegangen. Das erste Buch enthält in einem von Hans Strotzka selbst geschriebenen Beitrag eine klare Definition dessen, was Psychotherapie ist: »Psychotherapie ist ein bewußter und geplanter interaktioneller Prozeß zur Beeinflussung von Verhaltensstörungen und Leidenszuständen, die in einem Konsensus (möglichst zwischen Patient, Therapeut und Bezugsgruppe) für behandlungsbedürftig gehalten werden, mit psychologischen Mitteln (durch Kommunikation), meist verbal oder auch averbal, in Richtung auf ein definiertes, nach Möglichkeit gemeinsam erarbeitetes Ziel (Symptomminimalisierung und/oder Strukturänderung der Persönlichkeit) mittels lehrbarer Techniken auf der Basis einer Theorie des normalen und pathologischen Verhaltens« (S. 4). Unter eine derart umfassende Definition lassen sich ebenso tiefenpsychologische wie lerntheoretische und kommunikationstheoretische Theorien subsumieren, wenn auch bei Aufrechterhaltung des medizinischen Krankheitsbegriffs nur diejenigen Probleme psychotherapeutisch angegangen werden sollen, »denen ein Krankheitswert zukommt« (S. 6). Werte, Ziele und Entscheidungen in der Psychotherapie sind in dem Beitrag von Ludwig Reiter zwar stark von der Psychoanalyse und deren Theorie und Praxis bestimmt, können aber in Richtung auf eine »Plurifunktionalität allgemeiner Zielvorstellungen« (S. 101) umfunktioniert werden. Psychotherapie wird dann ein »Entscheidungs- und Problemlösungsprozeß« (S. 106), in den gleichermaßen »Planung, Intuition und Kreativität« (S. 108) eingehen. In dieser Perspektive wird die Psychoanalyse lediglich eine Technik neben anderen tiefenpsychologischen Schulen, psychodynamischen Kurzpsychotherapien, der Verhaltenstherapie, der klienten-zentrierten Gesprächs-Psychotherapie, der Persuasion, übenden Behandlungsmethoden, Suggest