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Seit der Psychiatrie-Enquete des Bundestages werden Probleme psychotherapeutischer Versorgung aus Psychologensicht besonders eindringlich thematisiert. Denn spätestens 1975 war deutlich geworden, wie wenig das (kaum durchlöcherte) ärztliche Versorgungsmonopol quantitativ und qualitativ der Nachfrage gerecht werden kann; Psychologen drängen auf den Markt (an den Topf der Krankenkassen). Das Thema wird in zwei Dimensionen, auf der mikro- und der makrosozialen Ebene (z. B. Patient-Therapeutenverhältnis bzw. strukturelle Versorgungsprobleme) und in drei Abschnitten abgehandelt (über institutionalisierte Problemlösungen, ihre rechtliche und ökonomische Absicherung; über die entsprechenden Berufe, ihre Curricula und berufsständischen Organisationen und schließlich die begrifflichen Strukturierungen und Konzepte psychischen Leidens; dies das schwächste Kapitel). Dem Obertitel wird der Band nur selten gerecht.