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Am 26. Juni dieses Jahres ist Alexander Mitscherlich, der die PSYCHE 1947 begründet und zunächst gemeinsam mit Hans Kunz und Felix Schottlaender, dann (1955-1968) mit Wolfgang Hochheimer zusammen und in den letzten 14 Jahren allein herausgegeben hat, nach langer Krankheit gestorben. Die Zeitschrift hat unter seiner Ägide das Ihre dazu beigetragen, die von den Nazis verfemte und verjagte Psychoanalyse im Nachkriegsdeutschland wieder einzubürgern und über ihre Weiterentwicklung in den angelsächsischen Ländern zu unterrichten. Erstmals seit den zwanziger Jahren ist in der Bundesrepublik im Gefolge der Studentenprotestbewegung der sechziger Jahre wieder ein über den Kreis der Fachleute hinausgreifendes Interesse an der Psychoanalyse spürbar geworden. Darum konnte die PSYCHE, deren Programm es ist, die Freudsche Psychoanalyse ungeschmälert, als Neurosentherapie und Kulturtheorie zu tradieren, sie vor konformistischer Erosion zu bewahren und weiterentwickeln zu helfen, im vergangenen Jahrzehnt ihre monatliche Auflage auf nahezu 7 000 Exemplare verdreifachen. Mitscherlich der bis März dieses Jahres an den wöchentlichen Redaktionssitzungen teilnahm und dabei nicht müde wurde, vor der Verwässerung des Freudschen Erbes, vor der Selbsteinschränkung der psychoanalytischen Kompetenz und vor dem Verlust der politischen Sensibilität und Reaktionsfähigkeit zu warnen, wollte die Kontinuität seiner Zeitschrift und ihres Programms gewahrt wissen. Schon im Jahre 1980 wurde daher in Gesprächen mit der Redaktion und dem Verlag die Frage der Herausgeber-Nachfolge beraten, die Meinung der Board-Mitglieder dazu eingeholt und die vereinbarte Lösung im November 1981 schließlich vertraglich fixiert. Dementsprechend ist die Herausgeberschaft nun an drei langjährige Mitglieder der Redaktion - Frau Dr. Margarete Mitscherlich-Nielsen, Herrn Prof. Dr. Helmut Dahmer und Herrn Dr. Lutz Rosenkötter - übergegangen.
Dieses Heft ist dem Andenken Mitscherlichs gewidmet. Wir veröffentlichen die am 30. 6. be