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Seit zwanzig Jahren oder länger sucht Hans Jürgen Eysenck der Psychoanalyse den Garaus zu machen (, 1955, 1956, 1960, 1965, 1973, um nur einige Äußerungen zu nennen). Die Verwirklichung der Absicht ist ihm nicht gelungen, so wenig wie den formidablen Gegnern schon vor dem Ersten Weltkrieg, von denen Freuds Biograph Ernest Jones uns berichtet. Einer der Verfasser der vorliegenden Replik hatte es schon vor achtzehn Jahren (1956) mit Eysencks Attacke zu tun, mit einem Artikel übrigens, dessen Argumente fast wörtlich identisch sind mit denen, die heute vorgebracht werden. Wie soll man diese immer wiederholten Beschuldigungen einschätzen? Unleugbar enthalten sie ein starkes dranghaftes Element zur Destruktion dessen, der zum Feind erklärt wurde. Die Anklage weist sich vor dem Bewußtsein als missionarischer Auftrag aus, die reine Psychologie vor dem Eindringen der Psychoanalyse zu beschützen und zu bewahren.
Zielsetzung und Grundgedanke, der den voranstehenden Artikel Eysencks zusammenhält, ist der Wunsch, die Psychoanalyse als das Instrument eines Betrügers, nämlich Sigmund Freuds, zu entlarven. für Eysenck ist die Psychoanalyse eine Machtstruktur, die nach Chancen der Herrschaft Ausschau hält; mit Wissenschaft habe sie nichts zu tun.
Wenn man auf solche Anschuldigung überhaupt antworten will, gerät man in eine leidige Lage. Der Versuch sachlicher Widerlegung findet bei Eysenck offensichtlich keine Bereitschaft, auch nur angehört, geschweige denn diskutiert zu werden. Anders wären die unverändert wiederholten Vorhaltungen, auf die es schon lange eine Menge begründeter Antworten gibt, nicht zu erklären.
Eysenck könnte ja achselzuckend über dieses merkwürdige Phänomen Psychoanalyse hinweggehen _ aber nein, es fordert ihn zu immer neuen Attacken heraus. Das macht den Schluß geradezu unvermeidlich, daß er sich durch die Psychoanalyse persönlich irritiert fühlt. Versucht man nunmehr, diesen Wiederholungszwang ohne inneren Fortschritt aus der Persönlichkeit des Autors abzuleiten