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Das Borderline-Verständnis des Autors, eines amerikanischen Psychoanalytikers und Psychiaters, ist teils von Kernberg, teils von Margaret Mahler beeinflußt. Von Kernberg übernahm er die Auffassung, daß der Borderline-Patient es zwar zur Abgrenzung von Selbst- und Objektrepräsentanzen, aber nicht zur Synthetisierung von gutem und bösem Objekt, gutem und bösem Selbst gebracht hat. Diese Konfiguration wird nun mit Mahlers Phaseneinteilung der ersten drei Lebensjahre verknüpft. »Wenn die Mutter dem Kind bei dessen Bemühungen um Loslösung und Individuation ihre Liebe und Zuwendung entzieht«, schreibt Masterson, »so hat dies während der Phase der Separation/Individuation (während der Subphase der Wiederannäherung) einen Entwicklungsstillstand zur Folge.« Es kommt zu einer Aufspaltung der mütterlichen Objektrepräsentanz in einen belohnenden und einen (sich) entziehenden Teil, d. h. »BOT« (belohnende Objekt-Teileinheit) und »EOT« (entziehende Objekt-Teileinheit) existieren im Innern eines solchen Kindes konflikthaft nebeneinander