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Während der Lektüre des Artikels von M. Pohlen und T. Plänkers habe ich mich gefragt, was die Autoren ihren Lesern eigentlich suggerieren wollen. Wollen sie ihnen einreden, Psychoanalytiker seien die bestmöglichen Familientherapeuten, oder wollen sie ihnen einreden, Familientherapeuten seien die schlechtestmöglichen Psychoanalytiker? Denn einerseits idealisieren und interpretieren die Autoren die Theorie und Praxis der Psychoanalyse, vor allem die Triebtheorie, das Setting und die durch das Setting ermöglichte autarke Subjektwerdung der Analysanden bis zur Unwirklichkeit; andererseits diffamieren sie die Theorie und Praxis der Familientherapeuten als psychoanalytische Variante therapeutischen Handelns, als psychosoziale Aktion, bis zur Unkenntlichkeit. Sie erleichtern sich die pauschale Abwertung durch die Konzentration auf Autoren und Schulen — H.-E. Richter, T. Gordon, H. Stierlin und das Heidelberger Konzept —, die für die Systemtheorie nicht repräsentativ sind, scheuen sich nicht, die von Familientherapeuten gebrauchten Begriffe inquisitorisch zu mustern, moralisch zu werten, um sie dann als Mittel der Anklage gegen die geschichtslos und gesichtslos arbeitenden Agenten des gesellschaftlichen Vormundschaftskomplexes verwerten zu können.
In diesem Zusammenhang habe ich mich gefragt, ob sich die Autoren bei ihrem Vorgehen auch einmal an die physikalischen Begriffe und Modelle der psychoanalytischen Theorie erinnert haben, besonders an den für zwischenmenschliche Beziehungen gebrauchten Begriff der Objektbeziehung, ob sie bedacht haben, was für Rückschlüsse aus diesen Begriffen und Modellen auf die latente Anthropologie der Psychoanalytiker gezogen werden könnten, würde man so wie sie argumentieren. Sie simplifizieren die Geschichte der Familie, verleugnen die Unterdrückung, die Söhnen und Töchtern durch engstirnige und strafende Patriarchen widerfuhr, zeichnen Karikaturen von der gegenwärtigen Familie und versuchen schließlich, die Familie von heute für Verkehrsunfä