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Anders als der späte Freud, der von einem primären (biologisch bedingten) Destruktionstrieb beim Menschen ausgeht, nimmt Petri als Ursache organisierter gesellschaftlicher Friedlosigkeit soziale Systemzwänge, Ideologien und Erziehungseinflüsse an. Indem er die Hypothese eines angeborenen Destruktionstriebs relativiert, zeigt er einer kulturtheoretisch und politisch aufgeklärten Psychoanalyse Wege, wie diese mit ihren Mitteln dem Kampf der Friedensbewegung argumentativ beispringen und zugleich die politische Abstinenz in den eigenen Reihen durchbrechen kann.