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Die Autoren fühlen sich mit den Leistungen der Ich-Psychologie sehr verbunden und stellen sich im hier besprochenen Text als Hüter und Pfleger dieses Erbes dar.
Angewandte Ich-Psychologie ist in zwei Teile aufgeteilt, in »Theorie« und »Technik«. Im theoretischen Teil vermitteln die Autoren ihren Lesern einen kurzen Überblick über die historischen Wurzeln der psychoanalytischen Entwicklungspsychologie. Es gelingt ihnen, den Beiträgen von S. und A. Freud sowie denen von Hartmann, Kris und Loewenstein zusammen mit jenen von Federn, Glover, Klein, Spitz, Mahler und Jacobson einen angemessenen Stellenwert zu geben. Als Gliederungsmodell übernehmen sie Rapaports Einteilung der Geschichte der Psychoanalyse. Er unterschied bekanntlich vier Phasen: die prä-psychoanalytische, die triebtheoretische, jene der strukturellen Theorie und der gegenwärtigen Phase der Differenzierung des Begriffs der Objektbeziehungen und seiner zentralen Rolle, die er in der Theorie der Persönlichkeitsentwicklung spielt (S. 27 ff.). Der große Gewinn von Rapaports Einteilung liegt für Blanck und Blanck darin, daß er zeigen konnte, wie vieles in der Terminologie sich geändert hat. Begriffe und sogar ganze Konzepte wurden im Laufe der Zeit erheblich differenzierter gefaßt, z. B. die Angst, die Verdrängung, das Ich, das Selbst und der Narzißmus (S. 27).
Der technische Teil nimmt im Buch den weitaus größten Platz ein. Bei der deskriptiven Entwicklungsdiagnose, die sie empfehlen, möchten Blanck und Blanck zeigen, daß die psychiatrische Diagnostik schon lange mit untauglichen Mitteln arbeitet. Die Psychiater haben versucht, ihre psychologischen Daten in ein von der psychiatrischen Standardnomenklatur beherrschtes physikalischkörperliches Schema zu pressen, das der psychischen Realität des Patienten schlecht entspricht (S. 99). Zu dieser psychischen Realität gehört die Ich-Struktur, und Blanck und Blanck meinen, diese müsse genau untersucht werden, um psychische Symptome zu diagnostizieren und eine annähernd