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Dies erstmals 1979 in englischer Sprache erschienene Werk D. H. Malans zeichnet sich wie alle seine Schriften durch eine klare Sprache, durch eine große Anzahl höchst anschaulich und präzis geschilderter Fallgeschichten, die oft durch die dazugehörigen Katamnesen ergänzt werden, durch umfassende Information über fast alle wichtigen Probleme des Themas und insbesondere auch durch einen didaktisch äußerst geschickten Aufbau aus. Es muß deshalb tatsächlich als Pflichtlektüre für alle diejenigen Therapeuten angesehen werden, die wie der Autor »dynamische Psychotherapie« (S. 4 — in unserer Sprache: »tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit begrenzter Stundenzahl (1-50 Sitzungen)«) betreiben.
Für den Anfänger ist Malans Buch eine angemessene und sicher äußerst hilfreiche Lektüre, weil Malan mit ganz einfachen, aus dem alltäglichen Leben genommenen Fällen beginnt, deren Dynamik schon der »gesunde« Menschenverstand begreift, und weil von diesem Ausgangspunkt dann Schritt für Schritt der Leser immer wieder anhand von höchst plausibel dargestellten Beispielen geradezu spielend hingeführt wird zu Begriffen wie Widerstand, Abwehr, unbewußt, Überdeterminierung, Wiederkehr des Verdrängten, freie Assoziation, Übertragung usw. Dabei ist es dem Verfasser ein zentrales Anliegen, in erster Linie zu zeigen: es sind Gefühle, Affekte, die das offensichtlich irrationale Verhalten der Patienten, eben die neurotische Symptomatik bedingen und deren Aufdeckung und Einordnung in den Lebenszusammenhang zu erlebter Einsicht führt und damit zur Bedingung der Heilung wird.
Eine leitende Funktion haben für Malan bei diesem Vorgehen zwei Modelle: die sogenannte »Triangle of Conflict« und die »Triangle of Person« (S. 80) — das Konfliktdreieck und das Personendreieck —, womit gemeint ist, daß zwischen Abwehr, Angst und verborgenen Gefühlen (diese sind identisch mit verborgenen Impulsen) bzw. dem aus der gegenwärtigen Lebenssituation des Patienten stammenden Bezugsobjekt, dem Therapeuten und eine