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Der Mangel an Phantasie, mit dem an die Frage nach den politischen Folgen des entfalteten Kapitalismus herangegangen werde, ist für Albert O. Hirschman Anlaß, sich den Theorien der politischen Philosophie in vorkapitalistischer Zeit, insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert zuzuwenden. In einer kenntnisreichen und anregenden ideengeschichtlichen Studie entfaltet Hirschman einander ergänzende und ablösende Argumentationsmuster, die zu jener Zeit politische Lösungen für das Problem bereithielten, wie die menschliche Natur durch staatliches Handeln zu beherrschen, zu »bändigen« sei. Das Ergebnis ist eine interessante Analyse des Bedeutungswandels der drei von Augustinus unterschiedenen großen menschlichen Leidenschaften — der Begierde nach Besitz und Geld, der Machtgier und der sexuellen Begierde (vgl. S. 17) — sowie vielfältiger Bestrebungen, deren Triebhaftigkeit zu zivilisieren.
Nachdem die gesellschaftserhaltende Funktion des Strebens nach Ehre und