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Die Autorin will die konfliktuösen Hintergründe des Syndroms der hypotonen Regulationsstörungen erfassen und Wege zu einer tiefgreifenden Therapie erschließen. Die Untersucherin orientiert sich an einem anthropologisch-psycho-analytischen Konzept, das zwar eine von Freud ausgehende, jedoch entscheidend erweiterte Methode implizieren soll. Das heißt nichts anderes, als daß einige Theoreme der Psychoanalyse herausgegriffen und mit anderen Verstehensansätzen mehr oder weniger willkürlich zusammengefaßt werden.
In der kardiologischen Abteilung der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg führten klinische Beobachtungen zu der Überzeugung, daß Kinder mit orthostatischen Kreislaufstörungen intelligente, ehrgeizige und zugleich wenig selbstbewußte Kinder sind. Diese These sollte nun auch psycho-diagnostisch erhärtet werden. Die Ergebnisse sind bei einer solchen Erwartungshaltung als Rosenthal-Phänomen bereits vorauszuahnen.
Die Autorin geht in einem ersten hypothetischen Ansatz von Forschungsergebnissen zur Psychologie der Leistungsmotivation aus, um die Psychodynamik der Mißerfolgsmotivation zu erhellen und korrelationsstatistisch wie testpsychologisch zu untermauern. 52 Kinder mit orthostatischen Kreislaufstörungen und eine Kontrollgruppe von 51 Kindern, die wegen anderer Störungen zur Abklärung kamen, wurden mit 6 verschiedenen Verfahren der klinischen Psychologie