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Wie kein anderer der ersten Schüler Freuds zeichnete sich Sandor Ferenczi durch theoretische wie technische Experimentierfreudigkeit aus, die gegen Ende seines Lebens zum Bruch mit Freud führte. Cremerius rekonstruiert — fünfzig Jahre nach Ferenczis Tod — vor allem dessen innovative Vorschläge zur psychoanalytischen Behandlungstechnik (Erweiterung des Indikationsrahmens der Psychoanalyse und Neufassung des Abstinenzbegriffs) und zeichnet die Linie nach, die von Ferenczi über Michael Balint und Donald Winnicott bis zu den modernen »Objektbeziehungstheoretikern« führt.
»Le coeur a ses raisons, que la raison ne connaǐt point, en le sait en mille chose«.
(B. Pascal, 1670, Pensées sur la religion).1