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Mittlerweile beschäftigt sich auch die Tagespresse ausführlich mit der Streitfrage, welche Rolle Ärzte bei der Vorbereitung bzw. im angenommenen Fall einer nuklearen Auseinandersetzung hierzulande (und anderswo) zu spielen haben (vgl. z. B. Frankfurter Rundschau vom 27. 4. 1982 und Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. 5. 1982 und 25. 4. 1983). Die Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie (DGSP) hat soeben eine Broschüre publiziert, die über diverse Aspekte des Problems informiert: etwa über psychiatrische Vorbereitungen auf den Atomkrieg, über die Ausschaltung von Störern, sog. »Panikpersonen«, oder über die vieldiskutierte »Katastrophenmedizin«. Knapp und prägnant belehrt die Broschüre den Leser darüber, daß es sich bei der »Katastrophenmedizin« um schlichten Etikettenschwindel handelt. In ihrem Resümee des Münchner ÄrzteKongresses vom April 1983 schreibt die F. A. Z.: »Daß die Massenvernichtungswaffen in einem Kriege jede Hilfe illusorisch machen, wird heute auch von maßgebenden Medizinern und Militärs, so dem früheren Inspekteur des Sanitätswesens der Bundeswehr Rebentisch, offen ausgesprochen … Katastrophenmedizin ist … offensive Kriegsvorbereitung, die ebenso wie der Zivilschutz und das Ge-sundheitssicherstellungsgesetz die Illusion von Schutz und Hilfe in einem Atomkrieg entstehen lassen soll.«