You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In seinem Vortrag zur 50. Wiederkehr der Machtübernahme der Nazis versucht Hermann Lübbe, uns alle in ein gemeinsames Schicksal einzubinden. In anspruchsvoll-hochtrabender Diktion stellt er verwundert fest, daß trotz größerer »temporaler Distanz« die Erinnerung an das »Dritte Reich« nicht verblaßt ist, sondern im Gegenteil an »Aufdringlichkeit« zugenommen hat, was ihm — wie die Wortwahl zeigt — unangenehm ist. Die in dem Vortrag enthaltenen Seitenhiebe auf die Psychoanalyse fordern eine Antwort.
Lübbe behauptet, die Mehrheit unserer Bevölkerung habe keinerlei autobiographische Erinnerung mehr an die Hitler-Diktatur. Nun, ich bin