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Der Titel indiziert eine ganze Reihe von der Norm abweichende psychische Störungen. Dazu gehören zwei bislang in ihrem Verhalten immer noch rätselhafte Störungen der Nahrungsaufnahme, die weder typische psychosomatische Erkrankungen noch reine Zwangshandlung sind: die Anorexie oder Magersucht und die Adipositas oder Eß-Sucht.
Physiologische Prozesse, ausführlich referiert, spielen hierbei eine große Rolle; bei der Adipositas eher zu Beginn der Störung in Form reduzierter Nahrungsverwertung, bei der Anorexie eher im fortgeschrittenen Stadium des Krankheitsprozesses, wenn der Stoffwechsel entgleist ist und eigenen, physiologischen Gesetzmäßigkeiten folgt. Bei beiden Krankheitsbildern sind aber die psychologischen Abläufe ausschlaggebend: Die Inkorporation eines Objekts, das die Eß-Süchtige (Adipositas ist ebenso wie Anorexie bei Frauen überrepräsentiert) in verschlingender Fusion »vernichtet«, um es nachher zu »begehren«, das die anorektisch Erkrankte indessen »verweigert«. Beide polaren Typen von Eß-Störungen zeigen nur im Extrem, was allen narzißtischen Persönlichkeitsstörungen gemeinsam ist: Es ist der »Hunger« nach Wärme, Stimulation und Fusion (S. 54).
Im Gegensatz zu den Patienten mit extremem Eß-Verhalten beschränken sich die pathologischen Prozesse bei den nur narzißtisch gestörten Persönlichkeiten auf den psychologischen Bereich. Wie sehr aber auch derartig gestörte Patienten existentiell eingeengt sind, zeigt Battegay am Beispiel des Hungers bei Menschen in der Depression. Hier benötigt der Kranke »Verstärkung« seines »ausgehungerten« Selbst durch andere Objekte, die, ohne auf der objektalen Ebene überhaupt je wahrgenommen worden zu sein, im Falle des Verlusts unweigerlich »verschluckt« und »einverleibt« werden.
«Die unersättliche destruktive Tendenz einer totalen Fusion mit einem Objekt und dessen Zerstörung« (S. 77 ff.) wird am deutlichsten bei drogenabhängigen Jugendlichen, deren berechtigte Erwartungen angesichts sich entziehender Erwachsener