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Den politischen Wendemanövern in der Bundesrepublik folgen die wissenschaftlichen auf dem Fuße. Wenn ein Autor wie H. Hemminger in einem neuen Buch die Frage stellt, ob Kindheit (determinierendes) Schicksal sei, so verbirgt sich dahinter eine Psychoanalyse-Kritik, die im Mäntelchen Wissenschaftlicher Rationalität daherkommt, in Wahrheit aber Wissenschaftlichkeit als Waffe einsetzt, um grundlegende Einsichten der Psychoanalyse in die traumatisierende Gewalt früher Störungen verhaltensbiologisch zu revidieren (was sozial- und versorgungspolitische Konsequenzen hat). Niemeyers Überlegungen zielen auf die Demaskierung solcher Psychoanalyse-Kritik als herrschende gesellschaftliche Ideologie.